EHEC
Wie erkenne ich eine EHEC-Infektion?
Eine EHEC-Infektion kann sich als unblutiger, meist wässriger Durchfall zeigen. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, seltener Fieber. Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten entwickelt sich eine schwere Verlaufsform: Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber.
Treten auch nur einzelne dieser Symptome auf, ist auf jeden Fall ein Arzt
zu konsultieren.
Wie kann man sich vor EHEC-Bakterien schützen?
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, bei der Verarbeitung von Gemüse auf die Hygiene zu achten. Bretter, Messer und natürlich auch die eigenen Hände sollten gründlich gereinigt werden. Nahrungsmittel sollten unter fließendem Wasser abgerieben und anschließend mit einem Küchentuch aus Papier abgetrocknet werden. Wer in diesen Tagen auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte Gemüse abgekocht essen. EHEC-Bakterien lassen sich durch Erhitzen abtöten.
Ist EHEC von Mensch zu Mensch übertragbar?
Nicht so leicht, wie etwa Grippeviren, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden können. EHEC-Bakterien werden nur durch sogenannte Schmierinfektion übertragen. Konkret heißt das: Bakterien können beim Toilettenbesuch auf Hände übertragen werden. Werden diese nicht hinreichend gewaschen, können die Bakterien bei Kontakt mit Lebensmitteln schließlich beim Essen von anderen Menschen aufgenommen werden. Was also vor EHEC schützt ist gute Hygiene.
Darf ich im Moment noch tiefgefrorenes Gemüse essen?
Ja. Das tiefgefrorene Gemüse, das sich im Tiefkühlfach oder im Supermarkt befindet wurde vor längerer Zeit geerntet und hat mit den aktuellen EHEC-Fällen nichts zu tun. Außerdem gelten bei der Produktion von Tiefkühlprodukten besondere Hygienestandards. Die namhaften Hersteller dieser Produkte können es sich gar nicht leisten, infizierte Lebensmittel in den Handel zu bringen.
Weitere Informationen:http://www.tagesschau.de/inland/ehec114.html
Dr. med. Klaus HALLER und Thomas PETER
Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin